Fitralin
79,95 € Ursprünglicher Preis war: 79,95 €49,95 €Aktueller Preis ist: 49,95 €.
11 Pflanzenstoffe, darunter Berberin und Cayennepfeffer: Fitralin im sachlichen Test zu Wirkung, Verträglichkeit und Preis-Leistung.
Beschreibung
Fitralin ist ein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform, das elf Inhaltsstoffe kombiniert, die auf Energiestoffwechsel, Sättigungsgefühl und thermogene Prozesse abzielen. Auf dem europäischen Markt für stoffwechselorientierte Präparate wächst das Angebot seit Jahren, und die Frage ist stets dieselbe: Was steckt wirklich drin, in welchen Mengen, und was sagt die Studienlage dazu? Wir haben uns die Deklaration von Fitralin genauer angesehen, die einzelnen Substanzen biochemisch eingeordnet und die verfügbaren Daten geprüft.
Wer ein Präparat kauft, sollte das Etikett verstehen, nicht nur die Werbebotschaft. Im Folgenden beginnen wir deshalb mit der Zusammensetzung, bevor wir über mögliche Wirkungen sprechen.
Inhaltsstoffe: was laut Deklaration in einer Tagesportion steckt
| Inhaltsstoff | Menge pro Tagesportion | Funktion laut Studienlage |
|---|---|---|
| Berberin HCL | nicht kommuniziert | Aktiviert die AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK); mehrere kontrollierte Studien zeigen Einfluss auf Nüchternglukose und Triglyzeride |
| Chrom (als Chrompicolinat) | nicht kommuniziert | Beteiligt an der Bildung des Glukosetoleranzfaktors; EFSA-zugelassene Angabe zur Erhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels |
| Grüntee-Extrakt (Camellia sinensis) | nicht kommuniziert | Catechine, insbesondere EGCG, verlangsamen den Abbau von Noradrenalin; kontrollierte Untersuchungen zeigen erhöhte Fettoxidation unter Ruhebedingungen |
| Apfelessig-Extrakt | nicht kommuniziert | Essigsäure verlangsamt die Magenentleerung; mehrere Kurzzeitstudie verweisen auf reduzierte postprandiale Glukoseantwort |
| Ingwer (Zingiber officinale) | nicht kommuniziert | Gingerole hemmen Entzündungsmediatoren und regen Verdauungsenzyme an; leichter thermogener Effekt dokumentiert |
| Zimtrinden-Extrakt (Cinnamomum verum) | nicht kommuniziert | Polyphenole der Zimtrinde verbessern die Insulinrezeptor-Sensitivität; kontrollierte Daten zu reduzierten Glukosespitzen nach Mahlzeiten vorhanden |
| Bitterorangen-Extrakt (Citrus aurantium) | nicht kommuniziert | Synephrin stimuliert β3-Adrenorezeptoren; in Übersichtsarbeiten mit moderatem Anstieg der Ruhestoffwechselrate assoziiert |
| Cayennepfeffer (Capsicum annuum) | nicht kommuniziert | Capsaicin erhöht die Körperkerntemperatur über TRPV1-Rezeptoren; Metaanalysen zeigen kurzfristigen Anstieg der Energiebereitstellung |
| Banaba-Blattextrakt (Lagerstroemia speciosa) | nicht kommuniziert | Corosolsäure unterstützt den GLUT4-vermittelten Glukosetransport in Muskelzellen; erste Humandaten vorliegend |
| Koreanischer Ginseng (Panax ginseng) | nicht kommuniziert | Ginsenoside modulieren die Stressachse (HPA); traditionell eingesetzt zur Erhaltung normaler Vitalität und geistiger Leistungsfähigkeit |
| Resveratrol | nicht kommuniziert | Polyphenol aus Traubenschalen; Daten zu SIRT1-Aktivierung und antioxidativer Kapazität liegen vor, Bioverfügbarkeit oral jedoch limitiert |
Die Rezeptur kombiniert elf Einzelstoffe, von denen Berberin, Chrom und Grüntee-Extrakt die biochemisch am besten belegten sind. Leider kommuniziert der Hersteller keine konkreten Milligrammangaben pro Tagesportion. Das erschwert den direkten Vergleich mit Untersuchungen, die für Berberin häufig 500 mg dreimal täglich eingesetzt haben, und für Chrom Mengen zwischen 200 und 1000 µg. Bis eine vollständige Deklaration vorliegt, lässt sich nicht sagen, ob die enthaltenen Mengen den in Studien getesteten Dosierungen nahekommen. Wir notieren das sachlich, ohne daraus ein Urteil zu machen.
Wirkung: was die einzelnen Substanzen im Körper tun
Berberin gilt derzeit als der biochemisch interessanteste Inhaltsstoff. Es aktiviert die AMPK, ein Enzym, das Zellen auf Energiegewinnung umschaltet. Eine kontrollierte Untersuchung aus dem Journal of Clinical Endocrinology (Yin et al., 2008, n=116) zeigte nach 13 Wochen Berberin-Einnahme signifikant veränderte Nüchternglukose- und HbA1c-Werte. Einschränkung: Die Tagesdosis lag bei 1500 mg, deutlich über dem, was in vielen kombinierten Präparaten enthalten ist.
Grüntee-Extrakt beeinflusst die Lipolyse über einen anderen Weg: EGCG hemmt das Enzym COMT, das Noradrenalin abbaut. Bleibt Noradrenalin länger aktiv, steigt die Fettfreisetzung aus Fettzellen. Eine Metaanalyse aus dem European Journal of Clinical Nutrition (Hursel & Westerterp-Plantenga, 2010) wertete 11 Studien aus und beobachtete einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von rund 80 kcal täglich unter Grüntee-Einnahme. Klein, aber messbar.
Für Cayennepfeffer und Zimtrinde liegen ebenfalls Humandaten vor. Capsaicin aktiviert Wärmerezeptoren und erhöht den Sauerstoffverbrauch kurzzeitig um bis zu 4 %. Zimtrindenpolyphenole zeigten in einer randomisierten Studie (Khan et al., 2003, n=60) Einfluss auf Nüchternglukose. Bei Resveratrol bleibt die orale Bioverfügbarkeit das größte Problem: Ohne Trägertechnologie werden nur wenige Prozent der aufgenommenen Menge systemisch verfügbar.
Vorteile, die sich aus dieser Zusammensetzung ableiten lassen
- AMPK-Aktivierung durch Berberin: Das Enzym AMPK gilt als zentraler Schalter im Energiestoffwechsel. Berberin adressiert genau diesen Mechanismus, was durch mehrere kontrollierte Humanstudien unterstützt wird.
- EFSA-anerkannte Chromwirkung: Für Chrom hat die europäische Lebensmittelbehörde offiziell zugelassen, dass es zur Erhaltung eines normalen Makronährstoff-Stoffwechsels beiträgt. Das ist keine Werbebehauptung, sondern geprüfte Evidenz.
- Thermogener Effekt durch Capsaicin und Synephrin: Beide Substanzen stimulieren den Energieverbrauch über unterschiedliche Rezeptorvege. Die Kombination ergibt einen additiven Effekt auf die Wärmeproduktion im Körper.
- Verdauungsunterstützung durch Ingwer und Apfelessig: Gingerole regen Verdauungsenzyme an; Essigsäure aus Apfelessig-Extrakt verlangsamt die Magenentleerung und verlängert das Sättigungsgefühl nach Mahlzeiten.
- Antioxidativer Schutz durch Resveratrol und Grüntee: Beide Inhaltsstoffe liefern Polyphenole, die oxidativen Stress im Gewebe reduzieren können, was für Personen mit intensiver körperlicher Aktivität relevant ist.
Dosierung: wie viel, wann und wie lange
- Tagesportion: 2 Kapseln täglich, laut Herstellerangabe. Nicht überschreiten, da die enthaltenen Pflanzenextrakte in hohen Mengen gastrointestinale Reaktionen auslösen können.
- Bester Einnahmezeitpunkt: Zu einer Mahlzeit (Frühstück oder Mittagessen) einnehmen. Fettlösliche Begleitstoffe in Extrakten werden zusammen mit Nahrungsfett besser aufgenommen; außerdem reduziert die gleichzeitige Nahrungsaufnahme das Risiko von Magenbeschwerden.
- Einnahmedauer: Sinnvoll über mindestens 8 Wochen, um biochemische Anpassungsprozesse (etwa AMPK-Sensitivität) abzubilden. Einzelne Wochen sind für eine Beurteilung zu kurz.
- Vergessene Einnahme: Kapsel zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachholen, aber nicht doppelt nehmen, um verpasste Portionen auszugleichen.
- Abends besser vermeiden: Grüntee-Extrakt enthält Catechine, die in manchen Personen den Schlaf beeinträchtigen. Wer empfindlich reagiert, nimmt das Produkt ausschließlich morgens.
- Ärztliche Rücksprache: Wer regelmäßig Medikamente einnimmt (insbesondere Blutzucker- oder Blutdruckmittel), sollte vor Beginn Ärztin, Arzt oder Apotheke konsultieren.
Erfahrungen von Anwenderinnen und Anwendern
„Nach zwei Wochen Einnahme morgens zum Frühstück merke ich, dass ich nachmittags weniger in die Süßigkeitenschublade greife. Ob das am Chrom liegt oder daran, dass ich bewusster esse, weiß ich nicht genau. Aber es funktioniert für mich.“, Nadine, 38 Jahre
„Sechs Wochen durch. Die ersten Tage war ein leichtes Wärmegefühl da, das hat sich nach einer Woche gelegt. Mein Gewicht ist um 2,5 kg gesunken, zusammen mit mehr Bewegung. Ich hätte mir genauere Angaben zu den Milligramm auf der Packung gewünscht.“, Holger, 45 Jahre
„Drei Monate, kein Wunder, aber ein deutlich stabileres Energieniveau. Ich hatte früher nach dem Mittagessen oft dieses Tief. Das ist jetzt merklich seltener. Kombiniere das Ganze mit einem leichten Kaloriendefizit.“, Annegret, 52 Jahre
„Vier Monate regelmäßige Einnahme. Die Kapseln lassen sich gut in den Alltag integrieren. Auf den letzten Kilo bin ich bis jetzt hängen geblieben, aber das liegt wohl eher an meiner Schlafqualität. Insgesamt zufrieden.“, Brigitte, 59 Jahre
Was Kunden nach mehreren Wochen zurückmelden
Am häufigsten wird ein stabileres Energieniveau über den Tag berichtet, vor allem der reduzierte Nachmittagsabfall. Seltener, aber konsistent, finden sich Rückmeldungen zu vermindertem Appetit auf Zucker nach den Mahlzeiten. Beides lässt sich plausibel mit der Wirkung von Chrom und Zimtrindenextrakt auf den postprandialen Glukosespiegel in Verbindung bringen.
Ein Teil der positiven Rückmeldungen geht jedoch auf gleichzeitige Umstellungen zurück: mehr Bewegung, angepasste Ernährung, besserer Schlaf. Das lässt sich aus Erfahrungsberichten nicht herausrechnen. Wer dieses Präparat als einzige Maßnahme einsetzt, wird wahrscheinlich weniger berichten als jemand, der es in eine aktivere Routine einbettet.
Stimmen aus dem Forum und worauf dabei zu achten ist
In Foren zu Stoffwechselpräparaten dreht sich die Diskussion meist um drei Themen: den besten Einnahmezeitpunkt (nüchtern versus zur Mahlzeit), ob sich die Kapseln mit Magnesium oder B-Vitaminen kombinieren lassen, und wie lange es dauert, bis eine erste Veränderung spürbar ist. Typische Angaben aus Foren liegen zwischen zwei und vier Wochen für erste subjektive Effekte.
Forumsbeiträge ersetzen keine kontrollierten Daten. Sie zeigen aber, wie ein Präparat im echten Alltag angewendet wird, welche Fehler häufig gemacht werden (etwa zu kurze Anwendungsdauer) und welche Kombinationen andere Nutzer bereits erprobt haben. Wer Foren liest, sollte auf Beiträge achten, die konkrete Angaben zur Anwendungsdauer und zu gleichzeitigen Lebensstiländerungen machen, statt auf anonyme Pauschalbewertungen.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit Arzneimitteln
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind Nebenwirkungen selten und meist mild. Am häufigsten berichtet werden Magen-Darm-Beschwerden in den ersten Einnahmetagen, insbesondere bei Berberin und Apfelessig-Extrakt, wenn die Kapseln auf leeren Magen eingenommen werden. Ein leichtes Wärmegefühl durch Capsaicin und Synephrin ist pharmacodynamisch erklärbar und kein Zeichen einer unerwünschten Reaktion.
Konkrete Wechselwirkungen sind bei folgenden Arzneimittelgruppen möglich: Antidiabetika (Berberin und Chrom beeinflussen den Glukosestoffwechsel, additiver Effekt möglich), Antihypertensiva (Synephrin aus Bitterorangen-Extrakt kann den Blutdruck beeinflussen) sowie Blutgerinnungshemmer (Ingwer und Resveratrol zeigen in hohen Dosen thrombozytenaggregationshemmende Eigenschaften). Schwangere, Stillende und Personen unter 18 Jahren sollten dieses Produkt nicht einnehmen.
Wann eine zu hohe Zufuhr zur Gefahr wird
Pflanzlich bedeutet weder wirkungslos noch frei von Risiken. Berberin etwa interagiert mit Cytochrom-P450-Enzymen und kann die Verstoffwechselung anderer Substanzen verlangsamen. Wer mehrere Präparate mit überlappenden Inhaltsstoffen kombiniert, etwa Berberin aus verschiedenen Quellen, summiert die Dosen und überschreitet möglicherweise den sinnvollen Bereich.
Besondere Aufmerksamkeit gilt bei sehr langer Anwendung ohne Laborkontrolle. Chrom akkumuliert bei dauerhafter Überzufuhr im Gewebe. Wer das Präparat über sechs Monate hinaus einnimmt, sollte Blutwerte überprüfen lassen. Die empfohlene Tagesportion nicht zu überschreiten ist keine Formalität, sondern eine sinnvolle Grenze.
Für wen die Rezeptur passt und für wen nicht
- Erwachsene mit unregelmäßigem Energieniveau über den Tag, die eine pflanzlich basierte Ergänzung zu einer angepassten Ernährung suchen.
- Personen, die körperlich aktiv sind und ihren Grundumsatz gezielt unterstützen möchten, profitieren von der thermogenen Komponente durch Cayennepfeffer und Grüntee-Extrakt.
- Menschen ab 40, deren Stoffwechsel sich verlangsamt hat, können durch Berberin und Zimtrinde einen sinnvollen Beitrag zur Erhaltung eines normalen Glukosestoffwechsels leisten.
- Personen, die naturbasierte Alternativen zu synthetischen Supplementen bevorzugen, finden in dieser Kombination aus Pflanzenextrakten eine strukturierte Option. Wer sich parallel für weitere naturheilkundliche Ansätze interessiert, findet in unserem Überblick zu Naturheilkunde und evidenzbasierter Komplementärmedizin eine sachliche Einordnung.
- Personen mit diagnostizierten Stoffwechselerkrankungen sollten das Produkt nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, da Berberin und Chrom pharmakologisch relevante Effekte auf den Glukosestoffwechsel haben können.
- Wer blutzucker- oder blutdrucksenkende Medikamente nimmt, muss vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen.
- Schwangere, Stillende und unter 18-Jährige sollten auf dieses Präparat verzichten.
Preis und Kosten je Tagesportion
Fitralin wird aktuell deutlich unter dem ursprünglichen Listenpreis angeboten. Rechnet man die Einzelpackung auf die Tagesportion herunter (2 Kapseln täglich; eine Dose enthält 30 Kapseln und reicht damit rund 15 Tage), liegt der Tageskosten im niedrigen einstelligen Euro-Bereich, vergleichbar mit einem qualitativ hochwertigen Berberinpräparat allein. Konkret: Fitralin kostet derzeit 49,95 € statt 79,95 € je Dose, bei 15 Tagen je Dose also rund 3,33 € pro Tag.
Wer eine Mehrfachpackung wählt, reduziert den Preis je Einheit spürbar. Da eine sinnvolle Anwendungsdauer bei mindestens 8 Wochen liegt, ist eine Doppelpackung wirtschaftlich die rationalere Entscheidung gegenüber dem Einzelkauf. Beim Preisvergleich lohnt es sich, auf die Milligramm-Angaben zu achten: Ein günstiger Preis nützt wenig, wenn die Extraktstandardisierung unklar bleibt.
Wo kaufen und woran sich ein seriöser Anbieter erkennen lässt
Wir empfehlen, Fitralin ausschließlich über den offiziellen Kanal des Herstellers zu beziehen. Dort sind Chargennummern nachvollziehbar, die Analysezertifikate zugänglich und das Widerrufsrecht klar geregelt. Ein seriöser Anbieter gibt außerdem an, auf welchen Wirkstoffgehalt die Extrakte standardisiert sind, zum Beispiel „Grüntee-Extrakt, standardisiert auf 45 % EGCG“. Fehlt diese Angabe, ist das ein Hinweis auf fehlende Qualitätskontrolle.
Kaufentscheidungen, die ausschließlich am niedrigsten Preis ausgerichtet sind, gehen bei Pflanzenextrakten oft nach hinten los. Zwei Präparate mit identischer Bezeichnung auf der Verpackung können sich im tatsächlichen Wirkstoffgehalt erheblich unterscheiden, je nach Rohstoffqualität und Herstellungsverfahren.
In der Apotheke erhältlich oder nicht?
Stationäre Apotheken führen Nahrungsergänzungsmittel dieser Art in der Regel nicht im Regal, weil das Sortiment auf wenige etablierte Marken konzentriert ist und Lagerkapazität begrenzt bleibt. Das bedeutet nicht, dass das Produkt qualitativ schlechter gestellt ist als apothekenpflichtige Erzeugnisse.
Die Apotheke bleibt dennoch die erste Anlaufstelle für alle Fragen zu möglichen Wechselwirkungen mit verordneten Arzneimitteln. Eine pharmazeutische Fachkraft kann auf Basis des vollständigen Medikamentenplans beurteilen, ob Berberin oder Synephrin mit bestehenden Therapien kollidieren. Diesen Schritt zu überspringen wäre ein Fehler.
Bei Amazon bestellen: was dafür und was dagegen spricht
Wird ein Präparat bei Amazon von Drittanbietern gelistet, fehlt häufig die direkte Verbindung zum Hersteller. Das bedeutet: unklare Lagerbedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit), abweichende Chargen und eingeschränkte Möglichkeiten, bei Fragen zur Zusammensetzung oder zum Mindesthaltbarkeitsdatum Auskunft zu bekommen.
Wer trotzdem über eine solche Plattform bestellt, sollte vor der Einnahme unbedingt das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Vollständigkeit der Deklaration auf der Packung prüfen. Stimmt etwas nicht überein, besser nicht einnehmen und den Hersteller direkt kontaktieren.
Qualität, Herstellung und Standardisierung
Bei einem Präparat mit elf Pflanzenextrakten entscheidet die Standardisierung der Einzelextrakte über den tatsächlichen Wirkstoffgehalt. Ein Zimtrindenextrakt, der nicht auf seinen Proanthocyanidin-Gehalt standardisiert ist, kann sich in seiner biologischen Aktivität erheblich von einem standardisierten Extrakt unterscheiden. Dasselbe gilt für Banaba-Blattextrakt und seinen Corosolsäuregehalt.
Mineralstoffe wie Chrom sollten in einer bioverfügbaren Verbindungsform vorliegen, etwa als Chrompicolinat oder Chromhistidinat, nicht als Chromchlorid. Überflüssige Füll- und Trennmittel sollten deklariert und auf ein Minimum reduziert sein. Die Herstellung nach GMP-Standards (Good Manufacturing Practice) ist ein Mindestanspruch, den man vom Anbieter einfordern darf.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Kapseln mit Pflanzenextrakten sollten kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden, idealerweise unter 25 °C. Das Badezimmer ist wegen der Feuchtigkeitsschwankungen der ungeeignetste Ort. Nach dem ersten Öffnen gilt das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum, sofern die Packung verschlossen bleibt. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Unser Fazit zur Rezeptur
Wir haben uns die Zusammensetzung von Fitralin sachlich angesehen. Das Präparat kombiniert elf Inhaltsstoffe, von denen mehrere gut in der Literatur belegt sind: Berberin, Chrom, Grüntee-Extrakt und Cayennepfeffer verfügen über kontrollierte Humandaten zu Stoffwechselparametern. Der offensichtlichste Kritikpunkt bleibt die fehlende Mengendeklaration. Wer wissen will, ob die enthaltenen Konzentrationen an Studienmengen heranreichen, bekommt auf dem Etikett derzeit keine Antwort.
Gleichzeitig ist die Kombination biochemisch schlüssig: Berberin und Chrom adressieren den Glukosestoffwechsel über verschiedene Wege, Cayennepfeffer und Bitterorangen-Extrakt erhöhen die thermogene Aktivität, Ingwer und Apfelessig unterstützen das Verdauungskomfort. Das ist kein zufälliges Nebeneinander.
Unser Fazit: Für wen lohnt sich ein Versuch?
- Elf Inhaltsstoffe mit biochemisch plausiblen Wirkungsmechanismen
- Mehrere Substanzen mit EFSA-anerkannten Angaben oder kontrollierten Humandaten
- Sinnvolle Kombination aus thermogenen, adaptogenen und glykoregulatorischen Substanzen
- Keine Mengendeklaration auf dem Etikett (größte Schwachstelle)
- Gut verträgliches Profil bei bestimmungsgemäßer Anwendung
Wir empfehlen, das Präparat über mindestens 8 Wochen auszuprobieren, kombiniert mit einer angepassten Ernährung und regelmäßiger Bewegung. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, klärt vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke, ob die Inhaltsstoffe mit der laufenden Therapie vereinbar sind.
Häufige Fragen unserer Leserinnen und Leser
Ab wann ist eine wahrnehmbare Veränderung zu erwarten?
Erste subjektive Veränderungen, etwa ein stabileres Energieniveau oder reduziertes Hungergefühl zwischen den Mahlzeiten, berichten Anwender häufig nach zwei bis vier Wochen. Messbare Veränderungen bei Körperzusammensetzung oder Laborwerten werden in kontrollierten Untersuchungen mit Berberin und Chrom nach 8 bis 13 Wochen erfasst. Kurzfristige Erwartungen nach wenigen Tagen führen zu falschen Schlüssen über die Wirksamkeit des Präparats.
Lässt sich das Präparat mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln kombinieren?
Grundsätzlich ja, aber mit Bedacht. Wer gleichzeitig ein weiteres Präparat mit Berberin, Chrom oder Grüntee-Extrakt einnimmt, summiert möglicherweise Mengen, die über den sinnvollen Bereich hinausgehen. Magnesium und B-Vitamine sind in der Regel problemlos kombinierbar. Stimulanzienhaltige Präparate (Koffein, Guaraná) zusammen mit Bitterorangen-Extrakt und Grüntee-Extrakt aus diesem Produkt können zu erhöhter Herzfrequenz führen. Im Zweifel Apotheke konsultieren.
Ist eine Anwendung über mehrere Monate unbedenklich?
Für die meisten Inhaltsstoffe liegen Daten zu Anwendungszeiträumen von drei bis sechs Monaten vor. Längere Anwendungen ohne Unterbrechung sind nicht ausreichend untersucht. Wir empfehlen nach drei Monaten eine Pause von vier bis sechs Wochen und gegebenenfalls eine Kontrolle relevanter Blutwerte (Nüchternglukose, Leberwerte, Blutbild). Für Personen mit bekannten Vorerkrankungen gilt generell: ärztliche Begleitung ist kein Luxus.
Quellen
- Yin J, Xing H, Ye J. Efficacy of berberine in patients with type 2 diabetes mellitus. Metabolism, 2008.
- Hursel R, Westerterp-Plantenga MS. Thermogenic ingredients and body weight regulation. International Journal of Obesity, 2010.
- Khan A et al. Cinnamon improves glucose and lipids of people with type 2 diabetes. Diabetes Care, 2003.
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to chromium. EFSA Journal, 2010.
- EMA/HMPC Monograph on Zingiber officinale (Ingwer), European Medicines Agency, 2012.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Chrom, Polyphenole. Aktuell verfügbar unter dge.de.
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